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THE FIRST SEMESTER | Master in UK

Long time no see! Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Das erste Semester hier in London hat mich so sehr in Beschlag genommen, dass für alles außerhalb der Uni einfach keine Zeit war. Die Vorlesungszeit für dieses Semester ist seit Dienstag endlich vorbei und alle Hausarbeiten sind abgegeben. Also ist es an der Zeit für einen kleinen Rückblick über mein erstes Semester.

Masterprogramm

Ich mache meinen Master in International Human Resource Management an der University of Westminster (alles zu meiner Entscheidung meinen Master in London zu machen, könnt Ihr in meinem Beitrag MASTER IN UK nachlesen). Mein Campus ist an der Baker Street und mitten in der Stadt. Mein erstes Semester war unfassbar anstrengend. Ich habe erwartet, dass es kein Zuckerschlecken wird. Aber ich will nicht Lügen, der wirkliche Aufwand hat mich sehr überrascht.

Dieses Semester habe ich sechs verschiede Kurse belegt, jeder davon mit mindestens einer Hausarbeit und im Januar erwarten mich noch drei Klausuren. Die Abgabefristen waren alle Mitte Dezember und ich hatte wirklich kaum ein Privatleben. Zwar ist mein Stundenplan mit Vorlesungen von Montag bis Mittwoch recht human, aber die meisten Wochen hatte ich nur den Sonntag frei und das auch nur, wenn ich unter der Woche gut vorgearbeitet habe.

Noten

Aber, genug gemeckert. Die ganze Arbeit scheint sich nämlich wirklich zu lohnen. Zwar habe ich erst drei Noten erhalten, aber die sind mehr als zufriedenstellend. Das Notensystem hier ist sehr verschieden im Vergleich zum Deutschen Notensystem, Einsen sind recht schwer zu erreichen. Da ich mich bisher aber recht gut anstelle, könnte sich das Ganze mit der ein oder anderen Eins belohnt machen.

Unterschiede zum Deutschen Bildungssystem

Meine Erfahrung bisher hier im Master ist kaum zu vergleichen mit meinen Erfahrungen aus dem Bachelor. Meine Kurse sind mit maximal 25 Personen sehr klein und die Betreuung ist sehr gut. Die Vorlesungen sind interaktiv gestaltet und tatsächlich so interessant, dass ich die kompletten drei Stunden am Stück konzentriert zuhöre. Mein Kurs ist super international mit Studenten aus der ganzen Welt und durch die kleinen Kurse und die Gruppenarbeiten lernt man alle sehr schnell kennen.

Zu Beginn des Semesters bin ich zur Kurssprecherin gewählt worden und man hat hier wirklich ein Mitspracherecht, was die Entwicklung des Kurses angeht.

Was habe ich bisher gelernt?

Vor Allem habe ich gelernt, mich nicht selbst zu unterschätzen. Mit genug Motivation, einem guten Zeitmanagement und guter Vorbereitung ist hier alles möglich. Und auch was die Sprache angeht, haben sich meine kleinen Probleme nach ein paar Wochen schnell gelegt.

Der Bereich, in dem ich meiner Meinung nach am meisten gelernt habe, ist das Zwischenmenschliche. Ich war noch nie zuvor mit so vielen verschiedenen Nationen umgeben. Schubladendenken bring einen hier absolut nicht weiter, auch wenn ich mich immer noch zwischendurch dabei erwische. Man lernt die Vielfalt und andere Blickwinkel hier noch mehr zu schätzen.

Wie gehts weiter?

Ich schreibe aktuell noch ein zwei Hausarbeiten, die ich Anfang Januar abgeben muss. Und dann gehts weiter mit drei Klausuren Mitte Januar. Mein zweites Semester beginnt direkt die Woche darauf, wird aber mit nur drei Vorlesungen pro Woche viel entspannter als das erste Semester.

Und jetzt sitze ich im Starbucks an der London Bridge und freue mich unfassbar, nächste Woche nach Hause zu fliegen und ein paar schöne Tage in Deutschland zu verbringen.

FIRST MONTH IN LONDON | Impressions, Experiences and Struggles

Verrückt, wie die Zeit rennt, nicht wahr? Inzwischen bin ich seit einem Monat in London und ich war so beschäftigt mit der Uni, Freunde zu finden, die Stadt zu erkunden und mich einzuleben, dass ich meinen Blog nahezu vergessen habe.  So langsam habe ich mich hier eingelebt und es ist Zeit für einen Rückblick über meine ersten vier Wochen in London.

alt="Primrose Hill"

Leben in London

Mein Leben hier in London ist erwartungsgemäß komplett anders als in Hamburg. Ich habe mein sehr strukturiertes Leben mit geregeltem Alltag und festem Freundeskreis gegen ein Studentenleben in einem fremden Land und der größten Stadt Europas getauscht. Ich habe meine WG in Hamburg gegen ein Zimmer im Studentenwohnheim in Wembley getauscht und statt eines festen Freundeskreises habe ich praktisch bei Null angefangen.

Mittlerweile habe ich mich ganz gut eingelebt, ich kenne den Weg zur Uni und nach Shoreditch, mein Lieblingsstadtteil, praktisch auswendig und so langsam habe ich mich auch an die regelmäßigen Großevents hier in Wembley gewöhnt und auch im Allgemeinen an die Menschenmassen. Und ich scheine mich so gut angepasst zu haben, dass ich mittlerweile für eine Londonerin gehalten werde (Danke für das Komplement).

alt='Cronut' alt='Shoreditch street art'

Uni

Die Uni hat mein Leben fest im Griff. Nach zwei sehr intensiven Orientierungswochen (und natürlich jede Menge Spass), hat mich der Unialltag jetzt komplett eingenommen. Ich habe zwar nur Vorlesungen von Montag bis Mittwoch habe, also theoretisch ein Viertage Wochenende, und trotzdem sitze ich jeden Tag vor meinen Büchern und Hausaufgaben. Das System hier ist komplett anders und da der Master nur ein Jahr lang dauert, hat man wenig Zeit locker anzufangen. In der ersten Woche gab es direkt 15 Bücher und das ist nur der Anfang. Der Zeitplan ist vollgepackt mit Workshops, Aufsätzen, Präsentationen und Klausuren und die Masterarbeit ist Ende August fällig, klingt weit weg, aber ich fürchte der Tag kommt schneller als gedacht. Mehr zum Studium im UK gibts demnächst in einem Post und alles zu meinen Vorbereitungen könnt ihr in meinem Blogpost MASTER IN UK lesen.

Freunde

Freunde finden ist die eine Sache, die hier wirklich sehr gut geklappt hat. Die Orientierungswoche war dabei eine sehr grosse Hilfe und im Studentenwohnheim ist das Ganze auch wesentlich einfacher. Und nachdem ich zu Beginn noch sehr viel mit Deutschen unterwegs war, habe ich mittlerweile einen super internationalen Freundeskreis und das macht wirklich Spass. Mein Kurs in der Uni ist komplett gemischt von den Nationalitäten und da wir fast alle neu in London sind, erkunden wir zusammen die Stadt.

Erkunden

Den ersten Monat in London habe ich wirklich gut genutzt. Ich habe wundervolle Plätze entdecke, grandiose Menschen getroffen, fancy Essen gegessen, war in einem Schwulenclub und einem Stripclub, war in Brighton und habe mehr Alkohol getrunken, als im Rest des Jahres zusammen. Achja, ich bin komplett verliebt in Notting Hill und Kensington!

alt="Porto Bello Road" alt="Portobello Road'

Und die Liste der Dinge, die ich noch machen möchte und der Plätze, die ich noch sehr möchte, wird länger und länger.

alt='Brighton'

Struggles

London ist voll von wunderschönen Stadtteilen, crazy Events, tollen Restaurants, Ausstellungen, Shoppingmöglichkeiten und ich würde am Liebsten alles machen und sehen und das am Besten sofort. Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit den Leuten hier verbringen und gleichzeitig darf ich die Uni nicht vernachlässigen.

Aber eins ist dabei dann doch etwas auf der Strecke geblieben – Ich und meine Gesundheit. Und da ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe, hat mein Koerper mir jetzt die Quitting dafür gegeben, ich liege mit Fieber im Bett. Und erst jetzt habe ich gemerkt, dass ich mich zu wenig um mich gekümmert habe. Seitdem ich hier bin, habe ich kaum Sport gemacht, meine Ernährung ist grauenvoll und besteht hauptsächlich aus Fast Food und Alkohol, ich habe keine Struktur in meinem Tagesablauf, schlafe Nachmittags und dafür Abends nichts und habe mir keine Zeit für die Dinge genommen, die ich gerne mache – Yoga und lesen. Aber jetzt ist die Einsicht da und ab Montag (dann bin ich hoffentlich wieder komplett fit) will ich nach und nach zu einem strukturierten und ausgewogenen Leben zurückkehren.

alt="Kensington High Street" alt='Boxpark Shoreditch London"